Definitionen Regeln

Definition Regeln
Definition Vergleiche
Definition Merker
Was und wie wird verglichen
UND vor ODER
Aktionen


Definition Regeln:
Regel lösen Aktionen beim Zutreffen definierter Vergleiche aus. Dadurch ist es möglich direkt nach dem Setzen oder Speichern eines Ergebnisses die weitere Bearbeitung der Probe zu verändern. Es können andere Methoden hinzugefügt oder aus der Probe entfernt werden, E-Mails verschickt, Warnungen auf dem Bildschirm des Ergebniserfassers erzeugt oder Ergebniseingaben abgelehnt werden. Treffen die definierten Vergleiche nicht mehr zu (weil ein Ergebnis verändert wurde) wird alles was die Regel an der Probe verändert hat wieder rückgängig gemacht. Da Regeln selbst Ergebnisse verändern, können sie wiederum andere Regeln auslösen. Das wird so lange wiederholt, bis sich nach dem Abgleich aller für die Probe definierten Regeln keine Veränderungen an den Ergebnissen  ergeben.


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Definition Vergleiche:
Vergleiche beschreiben, wann eine Regel zutrifft. Eine Regel kann mehrere Vergleiche besitzen, die miteinander logisch verknüpft sind. Vergleiche werden in einem oder mehreren Blöcken angeordnet. Alle Vergleiche innerhalb eines Blocks sind mit einem logischen UND verknüpft. Die unterschiedlichen Blöcke sind wiederum mit einem logischen ODER verknüpft. Es müssen also alle Vergleiche eines Blocks zutreffen damit die ganze Regel zutrifft.


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Definition Merker:
Ein Merker kann pro Probe gesetzt werden. Dieser kann später in den Vergleichen einer Regel abgefragt werden. Der Merker kann so definiert werden, dass die Regelaktion die ihn gesetzt an, den Merker nicht wieder zurücksetzt.


Was und wie wird verglichen?
Im Allgemeinen werden immer zwei numerische Werte verglichen. Diese Werte können sein:

  • Das Ergebnis einer Methode
  • Das Ergebnis einer Formel
  • Ein fest definierter Wert
  • Die Nachweis-, Erfassungs- oder Bestimmungsgrenze einer Methode
  • Die Unter- oder Obergrenze einer Methode
  • Der untere oder obere Überwachungswert

    Dazu wird noch ein Vergleichsoperator definiert. Folgende Operatoren stehen zur Auswahl:
  •  >
  •  >=
  • =
  • <=
  • <
  • <>

Hinzu kommen noch einige spezielle Operatoren die nur den NAMEN einer Methode benötigen:
„ef“ erfasst
Der Vergleich trifft zu, wenn das Ergebnis der Methode erfasst oder validiert ist.

„ne“ nicht erfasst
Der Vergleich trifft zu, wenn noch kein Ergebnis für die Methode erfasst wurde, diese aber angefordert ist

„af“ angefordert
Der Vergleicht trifft zu, wenn die Methode angefordert ist. Ob schon ein Ergebnis erfasst wurde spielt dabei keine Rolle

„na“ nicht angefordert
Der Vergleich trifft zu, wenn die Methode nicht angefordert ist.

Ebenso kann abgefragt werden, ob ein definierter Merker gesetzt (true) oder nicht gesetzt (false) ist.


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UND vor ODER
Beim Ermitteln des Gesamtergebnisses (wahr/falsch oder „stimmt“/“stimmt nicht“) wird zuerst für jeden Block das Ergebnis ermittelt. Danach entsteht aus den vorher ermittelten Blockergebnissen das Gesamtergebnis.


Aktionen
Aktionen sind die aus dem Zutreffen der Vergleiche resultierenden Geschehnisse und Veränderungen an der Probe. Eine Regel kann mehrere Aktionen enthalten die auch vom gleichen Typ sein können.

Setzen und Speichern von Ergebnissen
Um die weiteren Beschreibungen zu verstehen, muss kurz das Prinzip der Ergebnisserfassung und die Schritte einer Ergebniseingabe beschrieben werden:
Ergebnisse werden  nicht direkt von den Programmen in die Datenbank geschrieben. Stattdessen kommunizieren die Programme mit einem Serverprogramm welches das Speichern der Ergebnisse verwaltet. Dadurch ist auch unmöglich, dass zwei Erfasser gleichzeitig das selbe Ergebnis bearbeiten und speichern.

Ein Ergebnis wird zuerst vom Server für alle anderen Erfasser gesperrt. Danach kann der Erfasser das Ergebnis in seinem Programm eingeben und in den Speicher des Server setzen. Hier wird das erste Mal nach zutreffenden Regeln gesucht. Zuletzt kann ein gesetztes Ergebnis gespeichert werden, wonach erneut Regeln abgearbeitet werden.

Wann treten Aktionen in Kraft?
Die meisten Aktionen werden beim Speichern eines Ergebnisses ausgeführt bzw. rückgängig gemacht. „Eingabe nicht annehmen“ und „Warnung ausgeben“ werden allerdings schon beim Setzen (Bestätigen) eines Ergebnisses ausgeführt. Hierbei werden für den Vergleich alle nur gesetzten Ergebnisse (auch die anderer Benutzer) für den Vergleich benutzt. So bekommt der Erfasser direkt nach der Eingabe des Ergebnisses das Resultat zu sehen.
Dabei ist zu beachten, dass nach dem Ausführen aller Aktionen geprüft werden muss, ob nun andere Regeln Veränderungen aktivieren bzw. rückgängig machen müssen. Dies wird so lange wiederholt, bis keine Regel mehr Veränderungen vorgenommen hat.
!!! Eine Regel mit nur einem Vergleich, die beim Zutreffen über eine Aktion eine im Vergleich verwendete Methode löscht, erstellt eine Endlosschleife. Nach dem Löschen trifft die Regel nicht mehr zu, die Veränderungen werden rückgängig gemacht, wonach die Regel wieder zutrifft und die Methode erneut gelöscht wird… Das ganze ist auch über mehrere Regeln hinweg möglich. Der Regelmanager versucht allerdings auch eine Schleifenbildung zu verhindern. !!!


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Aktionstypen
Eingabe nicht annehmen:
Es wird dem Erfasser nicht ermöglicht das Ergebnis im Speicher zu behalten. Er kann es somit nicht speichern.

E-Mail:
In der Aktion wird ein Empfänger definiert. E-Mails werden gesammelt und alle 30 Minuten verschickt. Eine E-Mail enthält für jede E-Mail-Aktion des Empfängers einen Block.

Pro Aktion wird eine E-Mail versand, wenn sie aktiviert wird und ggf, wenn sie wieder deaktiviert wird.

Methode löschen:
Die in der Aktion der Regel definierte Methode wird aus den Anforderungen (mit einem automatischem Audit) entfernt. Trifft die Regel nicht mehr zu, wird die Methode wieder für die Probe angefordert. War schon ein Ergebnis erfasst wird dieses wieder eingefügt. Wurde die Methode nicht von der Regel entfernt sondern von einem Benutzer, wird dieses nicht wieder rückgängig gemacht.

Neue Methode anfordern:
Die in der Aktion der Regel definierte Methode wird (falls nicht schon vorhanden) neu für die Probe angefordert. Beim Nichtzutreffen der Regel wird sie wieder (mit Audit) entfernt. Vom Benutzer hinzugefügte Methoden werden nicht rückgängig gemacht.

Warnung ausgeben:
Der Erfasser bekommt direkt nach dem Setzen des Ergebnisses eine Warnung. Das Ergebnis wird aber angenommen.

Methode wiederholen:
Es wird in der definierten Methode (vom Typ Mittelwert) ein neuer Rohwert angefordert. Diese Aktion wird nicht rückgängig gemacht. Die maximale Anzahl von Nachforderungen wird in der Aktion ebenfalls definiert.

Merker setzten:
Einer der definierten Merker wird für diese Probe gesetzt (true). Über die Definition des Merkers kann entschieden werden, ob diese Aktion rückgängig gemacht wird oder nicht.

Einzeletikett drucken:
Das angegebene Etikett wird in der definierten Anzahl gedruckt. Das Etikett hat die volle Funktion des einfachen Etikettendrucks. Diese Aktikon kann nicht rückgängig gemacht werden und wird bei jedem erneuten Prüfen der Regel wiederholt, bis die Regel nicht mehr zutrifft.

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